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    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
  • Rainer Sciborski
    Rechtsanwalt
    Fachanwalt für Versicherungsrecht
    Fachanwalt für Arbeitsrecht

Arzthaftungsrecht

Auf die­sem Rechts­ge­biet geht es da­rum, un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen ein Arzt - oder ein Kran­ken­haus­trä­ger - in zi­vil­recht­li­cher Hin­sicht für ei­nen von ihm ver­ur­sach­ten Be­hand­lungs­feh­ler und des­sen Fol­gen ein­zu­ste­hen hat. Dies ist der Fall, wenn ei­nem Arzt schuld­haft (vor­sätz­lich oder fahr­läs­sig) ein Be­hand­lungs­feh­ler un­ter­läuft und dem be­trof­fe­nen Pa­ti­en­ten da­durch ein Scha­den ent­steht. Der ma­te­ri­el­le Scha­den soll durch ei­ne Scha­dens­er­satz­zah­lung aus­ge­gli­chen wer­den, der im­ma­te­ri­el­le Scha­den durch die Zah­lung von Schmer­zens­geld. In der Re­gel er­folgt nur ei­ne ein­ma­li­ge Zah­lung; in Aus­nah­me­fäl­len kann der Ver­letz­te auch An­spruch auf Zah­lung ei­ner le­bens­läng­li­chen Ren­te ha­ben.

Für das Arzt­haf­tungs­recht gibt es kei­ne be­son­de­ren Vor­schrif­ten; viel­mehr be­ruht die Haf­tung auf ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen, die all­ge­mein gel­ten, näm­lich den Re­ge­lun­gen über Scha­den­ser­satz we­gen der Ver­let­zung ei­ner Pflicht aus ei­nem ver­trag­li­chen Ver­hält­nis (§§ 280 ff. BGB) und auf den Be­stim­mun­gen über die Haf­tung auf­grund so­ge­nann­ter un­er­laub­ter Hand­lung (§§ 823 ff. BGB).

Wenn es auf­grund ei­nes schuld­haf­ten ärzt­li­chen Be­hand­lungs­feh­lers so­gar zu dem Tod ei­nes Pa­ti­en­ten ge­kom­men ist, kön­nen des­sen An­ge­hö­ri­ge, de­nen ge­gen­über der ver­stor­be­ne Pa­ti­ent un­ter­halts­pflich­tig war oder un­ter­halts­pflich­tig wer­den könn­te, we­gen des ent­gan­ge­nen Un­ter­halts Scha­dens­er­satz­an­sprüche ge­gen­über dem Schä­di­ger gel­tend ma­chen.

Die Re­gu­lie­rung von Schä­den er­folgt in der Pra­xis nicht durch den je­wei­li­gen Arzt oder Kran­ken­hau­strä­ger, son­dern durch des­sen Haft­pflicht­ver­si­che­rer. Es be­steht aber kein un­mit­tel­ba­rer An­spruch des Pa­ti­en­ten ge­gen­über dem je­wei­li­gen Haft­pflicht­ver­si­che­rer, son­dern nur ein An­spruch ge­gen­über dem Schä­di­ger. Die­ser wie­der­um hat ei­nen so­ge­nann­ten Frei­stel­lungs­an­spruch ge­gen­über dem Haft­pflicht­ver­si­che­rer.

Je­der Arzt ist Pflicht­mit­glied ei­ner Ärz­te­kam­mer. Vie­le Ärz­te­kam­mern ha­ben so­ge­nann­te Gut­ach­te­raus­schüs­se für ärzt­li­che Be­hand­lungs­feh­ler ein­ge­rich­tet, an die sich Pa­ti­en­ten wen­den kön­nen, um klä­ren zu las­sen, ob in ih­rem Fall ein schuld­haf­ter ärzt­li­cher Be­hand­lungs­feh­ler vor­liegt. Je­de Gu­tach­ter­stel­le ist aber nur für die Ärz­te zu­stän­dig, die der je­wei­li­gen Ärz­te­kam­mer an­ge­hö­ren. Ein sol­ches Ver­fah­ren hat für den Pa­ti­en­ten den Vor­teil, daß er kei­ne Ko­sten tra­gen muß, zugleich aber in al­ler Re­gel ein qua­li­fi­zier­tes ärzt­li­ches Gut­ach­ten er­hält. Nach­tei­lig an die­sen Ver­fah­ren ist lediglich ihre lan­ge Dau­er von mei­stens mehr als ei­nem Jahr.

Wir sind für Sie insbesondere in folgenden Bereichen für Sie tätig:

    • Be­ra­tung und Ver­tre­tung hin­sicht­lich ei­nes Ver­fah­rens vor ei­ner Gu­tach­ter­stel­le,
    • Be­ra­tung und Ver­tre­tung ge­gen­über dem Haft­pflicht­ver­si­che­rer und
    • Füh­rung von Rechts­strei­ten gegen den Arzt oder den Krankenhausbetreiber vor Gerichten in ganz Deutschland.