• Heinz-Peter Denda
    Rechtsanwalt
    Notar
    Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
    Fachanwalt für Familienrecht
  • Rainer Sciborski
    Rechtsanwalt
    Fachanwalt für Versicherungsrecht
    Fachanwalt für Arbeitsrecht
  • Rainer Heneweer
    Rechtsanwalt
    Richter i.R.
  • Dr. Dirk M. Rütten
    Rechtsanwalt
    Fachanwalt für Arbeitsrecht
    Fachanwalt für Familienrecht
    Master of Laws (LL.M.) Wirtschafts- und Steuerrecht

Erbrecht

Der Begriff "Erbrecht" hat zwei verschiedene Bedeutungen. Zum einen sind damit die Rechtsvorschriften gemeint, die den Übergang des Vermögens einer Person bei ihrem Tod auf eine oder mehrere andere Personen regeln. Das Erbrecht in diesem Sinne ist im fünften Buch des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) enthalten (§§ 1922 bis 2385 BGB).

Zum anderen ist das Erbrecht ein subjektives Recht, das sogar von Artikel 6 des Grundgesetzes als Grundrecht geschützt wird. Damit ist einerseits das Recht gemeint, selber durch Verfügungen über das Eigentum und andere übertragbare Rechte für die Zeit nach dem eigenen Tod sein Vermögen zu übertragen (etwas zu "vererben"). Spiegelbildlich dazu steht das Recht, auf diese Weise etwas von einem Verstorbenen zu erwerben (etwas zu "erben").

Die Person, die etwas vererbt, wird "Erblasser" genannt. Grundsätzlich gibt es für jeden Erblasser die beiden Möglichkeiten, entweder durch ein Testament oder durch einen Erbvertrag seinen Nachlaß zu regeln. Ein Testament kann jeder errichten, der mindestens 16 Jahre alt ist. Einen Erbvertrag dürfen nur Volljährige abschließen. Ein Testament kann entweder notariell beurkundet oder handschriftlich von dem Erblasser verfaßt werden. In diesem Fall muß es von ihm eigenhändig geschrieben und unterschrieben werden. Ehegatten können auch ein gemeinschaftliches Testament verfassen. Dabei genügt es, wenn nur einer von ihnen den Text handschriftlich schreibt und beide ihn eigenhändig unterschreiben. Ein Ehevertrag bedarf zu seiner Wirksamkeit immer der notariellen Beurkundung.

Grundsätzlich ist jeder Erblasser frei in seiner Entscheidung, wem er etwas zuwenden will. Zugunsten bestimmter Personen gibt es aber ein Pflichtteilsrecht. Dieses Recht steht den Abkömmlingen (Kindern, Enkeln, etc.), den Eltern und dem Ehegatten des Erblassers zu, aber nur dann, wenn eine dieser Personen von dem Erblasser durch ein Testament oder einen Erbvertrag von der Erbfolge ausgeschlossen worden ist. Der Pflichtteil beläuft sich auf die Höhe der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils und ist ein Anspruch auf Zahlung von Geld, also nicht auf Beteiligung an den zum Nachlaß gehörenden Gegenständen. Der Erblasser kann nur in besonderen Ausnahmefällen den Pflichtteil entziehen.

Hat der Erblasser keine oder nur eine unwirksame Verfügung hinterlassen, tritt gesetzliche Erbfolge ein. Gesetzliche Erben sind die Verwandten des Erblassers, aufgeteilt in verschiedene Ordnungen, und der überlebende Ehegatte. Die gesetzlichen Erben der ersten Ordnung sind die Abkömmlinge des Erblassers. Jeder beim Tod des Erblassers lebende Abkömmling schließt seine eigenen Kinder, Enkel, etc. von der Erbfolge aus. Wenn ein Abkömmling beim Tod des Erblassers nicht mehr lebt, treten die durch ihn mit dem Erblasser verwandten Abkömmlinge an seine Stelle; dieses Prinzip wird auch Erbfolge nach Stämmen genannt. Kinder erben jeweils zu gleichen Teilen.

Die zweite Ordnung der gesetzlichen Erben besteht aus den Eltern des Erblassers und deren anderen Abkömmlingen, also den Geschwistern, Nichten und Neffen, etc. des Erblassers. Gesetzliche Erben der dritten Ordnung sind die Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge.

Ein Verwandter kann nur Erbe werden, sofern kein Verwandter einer vorhergehenden Ordnung vorhanden ist. Der überlebende Ehegatte ist - mit unterschiedlichen Anteilen - Miterbe neben Verwandten der ersten Ordnung, der zweiten Ordnung und den Großeltern. In allen anderen Fällen erbt er allein.

Auf dem Gebiet des Erbrechts sind wir für Sie insbesondere in folgenden Bereichen tätig:

    • Die zu unserer Sozietät gehörenden Notare beurkunden für Sie Testamente, Erbverträge und Erbscheinsanträge;
    • Als Rechtsanwälte vertreten wir Sie vor Gerichten in ganz Deutschland
    • in Verfahren auf Erteilung eines Erbscheins,
    • in außergerichtlichen und gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Personen, die an einer Erbschaft beteiligt sind,
    • als Gläubiger, der Ansprüche gegenüber einem Nachlaß hat.

Rechtsanwalt Denda hat häufigere Fragen in den FAQ zum Erbrecht für eine erste Orientierung bereits beantwortet.