Grundstücksrecht

Die Begriffe "Immobilienrecht" und "Grundstücksrecht" werden oft als Synonym gebraucht.

Vorliegend wird unter Grundstücksrecht das Eigentumsrecht am Grundstück verstanden, welches sich direkt aus der Eigentümerposition herleitet (§§ 905 ff. BGB; landesgesetzliche Regelungen des Nachbarrechtsgesetzes).

Folgende Regelungsinhalte gehören beispielsweise in diesen Bereich:

privatrechtlicher Immissionsschutz gemäß § 906 BGB; das Verbot der Errichtung oder des Unterhaltens Gefahr drohender Anlagen auf Nachbargrundstücken gemäß § 907 BGB; die Rechte bei einem drohenden Gebäudeeinsturz auf einem Nachbargrundstück gemäß § 908 BGB; die Rechte eines Eigentümers bei einer Vertiefung des Nachbargrundstücks gemäß § 909 BGB.

Immer wieder zu Streitigkeiten unter Nachbarn führt der Überwuchs von Bäumen und Sträuchern von einem Nachbargrundstück auf das andere. Das Recht des Überhangs von Bäumen und Sträuchern ist in den §§ 910, 911 BGB geregelt.

In den §§ 912 ff BGB sind die Rechte und Pflichten geregelt, die gelten, wenn ein Nachbar über die Grenze zum benachbarten Grundstück baut.

Die §§ 917, 918 BGB beschäftigen sich mit dem Notwegerecht und die §§ 919 bis 923 BGB mit den Fragestellungen der Grenzen zwischen zwei Grundstücken.

Weitere Regelungen bezüglich der Rechte und Pflichten von benachbarten Grundstückseigentümern finden sich in den Nachbarrechtsgesetzen der Länder; in NRW ist relevant das nordrhein-westfälische Nachbarrechtsgesetz von 1969 mit seinen jeweiligen Änderungen. In diesem Gesetz sind unter anderem die praktisch relevanten Fragen der Grenzabstände von Gebäuden, der Bodenerhöhungen, der Einfriedungen und der Grenzabstände für Pflanzen geregelt. Darüber hinaus finden sich im Nachbarrechtsgesetz auch Regelungen bezüglich des Fenster- und Lichtrechtes, der Regelung bezüglich Nachbarwand und Grenzwand sowie das sogenannte Hammerschlags- und Leiterrecht.

Wir vertreten Sie in allen obigen Fragestellungen, insbesondere

    • beratend im Hinblick auf die Rechte und Pflichten von benachbarten Grundstückseigentümern und
    • bei der gerichtlichen Geltendmachung und der Abwehr von Nachbaransprüchen.