• Heinz-Peter Denda
    Rechtsanwalt
    Notar
    Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
    Fachanwalt für Familienrecht

Maklerrecht

Hauptanwendungsgebiet des Maklerrechtes ist der Immobilienmaklervertrag. Daneben sind öffentlich-rechtliche Vorschriften wie die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) sowie das Wohnungsvermittlungsgesetz zu beachten.

Der Anspruch auf Maklerhonorar entsteht gemäß § 652 BGB, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  • Abschluss eines Maklervertrages und
  • Abschluss eines Hauptvertrages über das vermakelte Objekt sowie
  • Ursächlichkeit der Maklertätigkeit für den Abschluss des Hauptvertrages.

Ein Maklervertrag kann schriftlich oder mündlich, ggfs. auch durch konkludentes Handeln abgeschlossen werden. Bei dem Makler liegt diese Erklärung häufig in der Übermittlung eines Exposés oder eines Objektnachweises mit Provisionsverlangen. Die Willenserklärung eines Interessenten auf Abschluss eines Maklervertrages liegt dann vor, wenn er die Maklerdienste entgegennimmt und dabei weiß oder wissen muss, dass der Makler hierfür von ihm bei Abschluss des beabsichtigten Hauptvertrages eine Vergütung verlangen wird.

Kommt ein Maklervertrag zustande, so treffen den Makler bestimmte Pflichten, z. B. Aufklärungspflichten über alle ihm bekannten tatsächlichen und rechtlichen Umstände oder betreffend bei ihm bestehende Zweifel an der Leistungsfähigkeit oder Kreditwürdigkeit des Vertragspartners. Die Tätigkeit des Maklers besteht in dem Nachweis oder der Vermittlung eines Geschäftes. Der Nachweis besteht in der Mitteilung des Maklers an seinen Auftraggeber, durch die dieser in die Lage versetzt wird, in konkrete Verhandlungen über den von ihm angestrebten Hauptvertrag einzutreten, bei Immobiliengeschäften also Regel die eindeutige Bezeichnung des Objektes. Der Hauptvertrag muss mit einem Dritten zustandekommen. Bei einem Eigengeschäft des Maklers erwirbt dieser keinen Provisionsanspruch, ebenso wenig dann, wenn der Makler mit der anderen Partei des Hauptvertrages verflochten ist.

Die Maklerleistung muss zumindest mitursächlich für den Abschluss des Hauptvertrages sein, was bei Vorkenntnis des Kunden in der Regel nicht gegeben ist.

Bei einem so genannten Alleinauftrag verzichtet der Auftraggeber des Maklers in der Regel darauf, einen weiteren Makler zu beauftragen. Grundsätzlich bleibt indes der Auftraggeber frei, selbst ein Rechtsgeschäft vorzunehmen. Ein Verbot des Eigengeschäftes kann nur individuell, nicht in allgemeinen Geschäftsbedingungen, vereinbart werden. Beim Alleinauftrag verzichtet der Auftraggeber weiterhin meistens auf das Recht, den Maklervertrag jederzeit zu widerrufen. Vielmehr wird eine feste Laufzeit vereinbart. Die Abschlussfreiheit des Auftraggebers bleibt unberührt.

In der hiesigen Gegend hat sich eine Provisionshöhe von 3 % zuzüglich Umsatzsteuer als üblicher Lohn im Sinne des § 653 BGB herausgebildet.

Dem Makler ist grundsätzlich, falls keine gegenteilige Vereinbarung geschlossen wird, eine Doppeltätigkeit für Verkäufer und Käufer erlaubt; er kann dann von beiden Teilen die volle Provision fordern.

Wir vertreten Sie auf dem gesamten Gebiet des Maklerrechts, insbesondere

  • den Makler bei der Verfolgung seiner Provisionsansprüche sowie auch bei der Prüfung seiner Maklerbedingungen; in allen Fragen, die im Hinblick auf Immobiliengeschäfte vor Beurkundung abzuklären sind , stehen wir ebenso als Gesprächspartner zur Verfügung;
  • den Interessenten bei der Abwehr von unberechtigten Makleransprüchen.

Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren auf dem Gebiet des Maklerrechts. Seit mehr als 25 Jahren ist Rechtsanwalt Dr. Schulz als Beirat des Rings Deutscher Makler (RDM), Bezirksverband Essen, tätig.