• Dr. Bodo W. Brandau
    Rechtsanwalt
    Notar
    Fachanwalt für Steuerrecht
  • Heinz-Peter Denda
    Rechtsanwalt
    Notar
    Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
    Fachanwalt für Familienrecht
  • Bernhard Stroh
    Rechtsanwalt
    Fachanwalt für Verwaltungsrecht
  • Silke Krüger
    Rechtsanwältin
    Fachanwältin für Miet- und Wohnungseigentumsrecht
  • Dr. Dirk M. Rütten
    Rechtsanwalt
    Fachanwalt für Arbeitsrecht
    Fachanwalt für Familienrecht
    Master of Laws (LL.M.) Wirtschafts- und Steuerrecht

Wohnungseigentumsrecht

Das Recht des Wohnungseigentums ist geregelt im WEG vom 15.03.1951. Es unterscheidet Wohnungs- und Teileigentum. Wohnungseigentum bedeutet dabei das Sondereigentum an einer Wohnung, Teileigentum das Sondereigentum an Räumen, die nicht dem Wohnen dienen (z. B. Garagen, Ladenlokale, Stellplätze in Tiefgaragen).

Wohnungs- und Teileigentum sind eine unauflösliche Verbindung von Bruchteilseigentum am Gemeinschaftseigentum und Sondereigentum an Räumen. Dieses Sondereigentum an Räumen wird in der Regel mit einer Nummer beschrieben, die im Aufteilungsplan dieser Wohnung zugewiesen ist. Die Aufteilung eines Hauses in Wohnungseigentum wird in der Regel durch eine Teilungserklärung des Eigentümers vorgenommen. Diese Teilungserklärung ist in grundbuchlicher Form dem Grundbuchamt einzureichen; damit zu verbinden ist die Abgeschlossenheitsbescheinigung, die durch die zuständige Baubehörde erteilt wird, sowie die Aufteilungspläne, die ebenfalls von der zuständigen Behörde zu genehmigen sind. Neben dieser „eigentlichen Teilung“ in Sondereigentum enthält die Teilungserklärung auch die sogenannte Gemeinschaftsordnung, die die Regelungen zum Verhältnis der Miteigentümer untereinander beinhaltet, § 10 Abs. 2 WEG.

Von dem Sondereigentum zu unterscheiden ist das Gemeinschaftseigentum. Dieses ist im wesentlichen der Grund und Boden des Grundstücks, auf welchem die Wohnungseigentumsanlage steht, sowie die Gebäudeteile, die für den Bestand und die Versorgung des Gebäudes zwingend notwendig sind oder die dem gemeinschaftlichen Gebrauch aller Wohnungseigentümer dienen, beispielsweise Außenfenster, Rolladen und Rolladenkästen, Bodenplatte und Decke von Balkon, Loggia und Dachterrasse.

Soll Gemeinschaftseigentum allein von einem Sondereigentümer benutzt werden können, müssen an diesen Teilen des Gemeinschaftseigentums sogenannte Sondernutzungsrechte begründet werden. So können zum Beispiel Gartenflächen oder Stellplätze durch Sondernutzungsrechte einem bestimmten Wohnungseigentümer zum alleinigen Gebrauch überlassen werden.

Die sogenannte Gemeinschaftsordnung regelt im einzelnen, welche Rechte und Pflichten der einzelne Wohnungseigentümer hat, auch welche Kosten, die innerhalb der Wohnungseigentümergemeinschaft entstehen, auf die einzelnen Wohnungseigentümer umgelegt werden (Verteilungsschlüssel). Darüberhinaus können in der Gemeinschaftsordnung auch Instandhaltungs- und Instandsetzungspflichten gegenüber Miteigentümern begründet werden.

Bei Streitigkeiten zwischen den Wohnungseigentümern entscheidet nach § 43 WEG das Amtsgericht, in dessen Bezirk die Wohnungseigentumsanlage liegt. In jüngster Zeit hat der Bundesgerichtshof mit zwei Entscheidungen zum WEG-Recht Aufsehen erregt. In der ersten Entscheidung hat der Bundesgerichtshof sogenannte vereinbarungsersetzende Beschlüsse, die in der Praxis weit verbreitet waren, für nichtig erklärt. In der zweiten Entscheidung hat der Bundesgerichtshof der Wohnungseigentümergemeinschaft eine Teilrechtsfähigkeit zugebilligt, also der Wohnungseigentümergemeinschaft als solcher Rechtsfähigkeit zuerkannt, soweit sie am Rechtsverkehr mit Dritten teilnimmt und im Verhältnis der Wohnungseigentümer zueinander, soweit es um die Zahlung von Wohngeldbeträgen geht.

Im WEG-Recht stehen wir Ihnen insbesondere mit folgenden Leistungen gern zur Verfügung:

  • Soweit im Hinblick auf das Wohnungseigentumsrecht Erklärungen notariell zu beurkunden sind (Teilungserklärung, Änderung der Teilungserklärung, Kaufverträge über Wohnungseigentum, Belastung des Sondereigentums) stehen Ihnen als Ansprechpartner die Notare Dr. Brandau und Denda zur Verfügung.
  • Anwaltlich beraten und vertreten wir Sie in allen Wohnungseigentumsangelegenheiten wie Fragen der Auslegung der Teilungserklärung,
  • bei der Prüfung, ob Beschlüsse der Wohnungseigentümergemeinschaft ordnungsgemäß zustandegekommen sind und den Grundsätzen ordnungsgemäßer Verwaltung entsprechen oder
  • bei der prozessualen Durchsetzung von Ansprüchen im Wohnungseigentumsverfahren vor den WEG-Gerichten
  • Wir bieten den den von uns vertretenen WEG-Verwaltern den Service einer jährlichen Übersicht der aktuellen Rechtsprechung.
    Unsere zusammenfassende Übersicht der wichtigsten Entscheidungen in der kürzlichen Vergangenheit bieten wir hier für WEG-Verwalter, Wohnungseigentumsgemeinschaften, Vermieter als auch Mieter.